In der Ruhe liegt die Kraft

Meditieren ist nichts für jeden. Aber für manchen. Denn es geht keines Wegs darum, den Geist stumpf werden zu lassen, Meditation ist geballte Konzentration – die uns auch bei der Arbeit helfen kann.

Beim Meditieren werden alltägliche, einfache Gedanken einfach nur wahrgenommen, ohne dass sie weiter verfolgt werden. To-Do-Listen und Sorgen driften einfach an unserem Bewusstsein vorbei, als seien wir ein unbeteiligter Beobachter, der sich die Gedanken ansieht, als seien sie Wolken am Himmel: Wir können sie nicht festhalten – und wollen es auch gar nicht.

Was bewirkt Meditation?

Und was macht sich stattdessen in unserem Kopf breit? Ruhe. Und der Raum, uns ganz bewusst auf einen Gedanken, eine Vorstellung oder einen Gegenstand zu konzentrieren. Manche Meditationspraktiken beschäftigen sich sogar damit, etwas Leckeres ganz achtsam zu essen und alle Aufmerksamkeit auf den Geschmack, die Textur und die Sinneserlebnisse beim Essen zu richten.

Wissenschaftler konnten sogar nachweisen, dass sich schon sechs Wochen regelmäßige Meditationspraxis positiv auf unseren Hypocampus auswirken: Die Hirnregion, die durch Stress und Schlafmangel förmlich verkümmert, kann durch Meditation wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren.

Wer regelmäßig meditiert, trainiert seinen Konzentrationsmuskel und kann sich immer leichter in den Fokustunnel bringen. Wer zum Prokrastinieren neigt oder sich schlecht konzentrieren kann, dem möchte ich die Meditation sehr ans Herz legen. Ein paar Minuten am Tag reichen schon aus.

In stressigen Situationen im Job nutze ich kleine Lücken im Ablauf, um eine Atemmeditation zu machen – für nur eine Minute. Dafür ziehe ich mich kurz an einen ruhigen Ort zurück und beschäftige mich für einen sehr begrenzten Zeitraum mit meiner Atmung.

Meditations-Apps im Vergleich

Da ich mich – dank meines Vaters – seit meinem dritten Lebensjahr mit Meditation beschäftige, fällt es mir mittlerweile recht leicht, schnell abzuschalten. Wer keinen meditations-interessierten Vater zur Hand hat, der kann sich den Einstieg in die Meditation auch mit einer App vereinfachen.

Meine 3 Lieblings-Meditations-Apps

Platz 3: Buddhify

Gleich vorne weg: Buddhify gibt es nur auf Englisch. Dafür ist die App im Vergleich zu den meisten anderen Meditations-Apps mit einmalig 2,49 Euro für Android und 4,99 für iOS sehr günstig.

Was ich daran mag: Es gibt eine Männer- und eine Frauenstimme. Beide gefallen wir sehr gut. Außerdem kann man zu fast jeder aktuellen Stimmung und Situation eine passende Meditation finden – denn die App ist nach Stimmungen aufgeteilt.

Platz 2: Headspace

Was ich daran mag: Die App setzt auf Gamification, das heißt ich kann meinen Fortschritt sehen, was mich zum Weitermachen motiviert. Vor allem gefällt mir aber das Design – auch wenn das bei der eigentlichen Meditation gar nicht relevant ist. Insgesamt eine sehr solide App.

Platz 1: Calm

Die einzige App, die ich auch über die Testphase hinaus nutze, ist Calm. Auf die App bin ich über einen Podcast aufmerksam geworden. Dort gabe es dann direkt einen Rabatt-Code – und ich bin auf die Werbung hereingefallen. Bereut habe ich es dennoch nicht, denn mir gefällt:

  • es gibt verschiedene Sprachen
  • Promis und Autoren lesen Geschichten zum Einschlafen vor
  • es gibt Natur Sounds, die man auch ohne Text anhören kann
  • Hintergrundklänge wie Regen, Vogelgezwitscher oder klassische Meditationsmusik lassen sich mit den Meditationstexten beliebig kombinieren.
  • Es gibt verschiedene Arten und Längen von Meditationen

Da mir die Stimmen sehr gut gefallen und die App so umfangreich ist, dass sie kaum Wünsche übrig lässt ist sie mein aktueller Favorit.

Fazit

Egal ob mit oder ohne App: Für mich gehört Meditation zum Handwerkszeug eines entspannten Freiberuflers. Sie hilft mir, mit gelegentlichem Stress gelassen umzugehen. So hilft mir das scheinbare Nichtstun produktiv und kreativ zu bleiben.