1. Routinen

Routinen helfen mir, Struktur in einen abwechslungsreichen Berufsalltag zu bringen. Deshalb versuche ich jeden Tag zur selben Zeit aufzustehen. Meist klingt mein Wecker um sieben Uhr. Wenn kein Termin ansteht, nutze ich die erste Stunde meines Tages, um joggen zu gehen. So habe ich auch an dunklen Wintertagen die Chance, die Sonne zu sehen und etwas Gutes für meine Gesundheit zu tun. Nach der Dusche ziehe ich mir etwas an, in dem ich mich nicht bei spontanen Skype-Anrufen schämen müsste. Und schon kann es losgehen.

2. Gesundes Essen

Es mag scheinen, als hätte das nichts mit meiner Arbeit zu tun. Aber das stimmt nur bedingt: Wenn du dich gesund ernährst, bekommen dein Körper und dein Gehirn die Nährstoffe, die sie brauchen, um jeden Tag ihr Bestes zu geben. Vor allem Wasser und Tee können dir helfen, dein Gehirn bei Laune zu halten. Ein produktiver Arbeitstag ist ein gut hydrierter Arbeitstag.

3. Arbeitsplatz

Dein Weg zur Arbeit ist extrem kurz. Damit du Arbeit und Freizeit klar trennen und nach Feierabend gut abschalten kannst, hilft ein Arbeitsplatz. Wenn du diesen Ort gefunden hast, richte ihn dir so ein, dass du dich dort gut konzentrieren kannst. Für mich heißt das: Der Tisch ist völlig leer – bis auf meinen Laptop, mein Notizbuch und eine Tasse Tee. So fühle ich mich bei der Arbeit am wohlsten und ich fühle mich nicht durch Chaos und Papierstapel abgelenkt.

4. To-Do-Liste

Ich starte jeden Arbeitstag damit, dass ich mir meine To-DOs für den Tag aufliste und einen Plan mache, wie und wann ich diese Aufgaben angehe. Darin plane ich neben Telefonterminen und Meetings auch Puffer ein, falls eine Aufgabe länger dauert oder etwas Unvorhergesehenes passiert.

5. Anfangen

Nun der wichtigste Schritt: Anfangen. Ich starte meist mit der größten Aufgabe des Tages, für die ich die meiste Konzentration brauche. Wenn diese Aufgabe abgeschlossen ist, öffne ich zum ersten Mal am Tag mein Mail-Postfach und arbeite meine Mails ab. Durch die Abwechslung kann sich mein Kopf etwas erholen.

6. Pause

Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens

John Steinbeck (1902-1968 | Schriftsteller)

Besonders wer kreativ arbeitet, braucht Pausen. Die besten Ideen kommen mir meist, wenn ich etwas ganz anderes mache und nicht wenn ich auf den Bildschirm starre und auf die Erleuchtung warte. Deshalb nutze ich meine Pause gerne für ein Mittagessen mit Freunden. Da ich sehr zentral wohne, kann ich einen Lunch mit Freunden meist bequem einplanen. Danach fühle ich mich gut erholt und kann wieder frisch in die Arbeit starten. Meist lege ich meine Pause so, dass ich vorher schon die größte Aufgabe des Tages erledigt habe.

7. Kreativität

Mich kommt die Muse meist besuchen, wenn andere Menschen Feierabend haben: Besonders abends und nachts schreibe ich gerne an Büchern, Songs oder zeichne Illustrationen, die etwas mehr Kreativität fordern. Deshalb plane ich meine Woche meist so, dass ich mindestens einen Abend Zeit habe, bis in die Nacht zu arbeiten. Nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Auf viele Menschen mag die wöchentliche Nachtschicht abschreckend wirken. Doch ich genieße meinen Schreibabend sehr. Das ist zugleich der Vor- und der Nachteil eines kreativen Jobs.

Auch wenn du gerne um 17 Uhr den Stift fallen lässt: Wichtig ist vor allem, dass du dich und deine Vorlieben kennst. Wenn du gerne nachts arbeitest, plane das in deinen Wochenplan ein. Und wenn du lieber von 9 bis 17 Uhr arbeitest, planst du deinen Tag genau so. Als Freiberufler hast du die Freiheit, dir deinen Arbeitstag so zu gestalten, dass er zu dir passt.

8. Aufhören

Damit du auch auf Dauer produktiv sein kannst, sind nicht nur Pausen wichtig, sondern auch der Feierabend. Überlege dir zu Beginn des Tages, wenn du deine To-Dos festgelegt hast, wann du Feierabend machen möchtest. Wer viele Projekte vor sich hat, kann sich leicht einfach die nächste Aufgabe vornehmen, wenn eine erledigt ist. Doch dann Arbeiten wir, bis wir ausgelaugt sind. Es ist o.k. abends den Laptop auszuschalten.

Deshalb ist es auch an der Zeit, den Satz “Selbstständig heißt selbst und ständig” ein für alle Male in die Tonne zu treten. Wir sind FREIberufler – und keine Sklaven.