Die Kunst des konzentrierten Arbeitens

Gerade Freelancer sehen sich oft in einem Dilemma: Keiner schaut ihnen auf die Finger, so dass sie fröhlich procratsinieren können. Auf der anderen Seite sinkt der Output und damit der Stundenlohn, wenn wir gedankenlos durch die Social Media srowlen statt produktiv zu arbeiten.

Das Prinzip des Deep Work kann uns helfen, von der Oberfläche wieder Tief in die Konzentration einzutauchen: Mit einfachen Tricks können wir uns selbst austricksen und endlich tief in die Arbeit eintauchen – Deep Work eben. 

Deep Work schafft Fokussierung in einer abgelenkten Welt. Mit 5 einfachen Tricks kannst du noch heute mit Deep Work anfangen.


1. Störquellen ausfindig machen

Für mich sind die größten Störquellen mein E-Mail-Eingang, mein Telefon und Social Media: Viele Jahre habe ich direkt geantwortet, sobald eine Mail reinkam – und zack, war ich nicht mehr im Flow. Noch schlimmer ist das bei Anrufen: Ruft jemand an, muss man zwangsläufig die Arbeit unterbrechen. Gerade, wenn ich mich auf einen Text konzentriere, ist das kontraproduktiv. Und wenn niemand anruft oder mails? Dann gibt es ja noch Social Media. Mal schauen was da so geht. Quellen für Ablenkung gibt es viele. Der erste Schritt zum Deep Work ist es, die persönlichen Konzentrationsfallen zu erkennen.


2. Telefon ausschalten

Ich sage meinen Kunden meist direkt beim kennenlernen, dass ich am besten per Mail erreichbar da – da ich während der produktiven Arbeitsphasen mein Telefon lautlos schalte und weglege. In der Pause oder nach einer Produktivphase rufe ich direkt zurück, falls ich doch mal einen verpassten Anruf habe. Bislang hat sich jedoch noch niemand darüber beklagt. Also ich mein Smartphone einmal vergessen hatte, als ich für zwei Tage auf Dienstreise war, wurde mir klar: Man verpasst absolut gar nichts: Ich hatte werder wütende Nachrichten auf der Mailbox, noch drängelnde Mails oder Messanger Nachrichten, die nicht auch hätten warten können. 


3. Mails ruhen lassen

Es mag paradox klingen: Aber wir wenn wir nicht erreichbar sind, sind wir bessere Auftragnehmer. Denn wenn wir ständig erreichbar sind, kann uns auch durchgehend jemand aus der fokussierten Arbeit reißen. Deshalb schalte ich mein Mailprogramme ab, wenn ich mich konzentrieren möchte. Dann bin ich zwar für zwei bis drei Stunden nicht erreichbar – aber das muss ich auch nicht ständig sein. Meine Arbeit geht mir leichter von der Hand, ich bin schneller fertig – und ich brauche deutlich weniger Zeit, um das fertige Machwerk vor dem Verschicken nochmal zu überprüfen.


4. Apps, die Selbstdisziplin ersetzen

Nachrichtenseiten, Messanger-Dienste, Social Media und Blogs sind eine willkommene Ablenkung für heimliches Prokrastinieren. Statt wie früher im Studium oder der Ausbildung während der Prüfungsphase ganz offensichtlich das Dringende mit etwas anderen zu ersetzen und die Wohnung blitzeblank zu polieren, Akten zu lochen oder exzessiv die Fingernägel perfekt zu lackieren, tauchen wir klammheimlich in die Verlockungen in unserem Browser ab – und keiner merkt, dass wir gerade etwas anderes tun. Wir sitzen ja schließlich am Laptop. Wem dem Selbstdisziplin fehlt, der kann ein Plugin in seinem Browser installieren, dass die verlockenden Websites für die Deep Work Phasen blockiert. Ich nutze Block Site, das ich direkt in meinem Chrome-Browser installiert habe.

BlockSite hilft mir dabei, während der Arbeit nicht abzudriften.

5. Soziale Kontrolle

Mir hilft es sehr, mich mit Freunden und Kollegen zum Arbeiten zu treffen – nicht nur für den Austausch. Denn wenn wir nebeneinander an unseren Laptops sitzen, tendiert die Versuchung aufzustehen und die Küche feucht durchzuwischen oder nebenbei eine Folge der Lieblingsserie zu gucken gegen Null (Liebe Ex-Studenten, Hand aufs Herz, ihr wisst, wovon ich rede). 

Wenn dich das Thema gepackt hat, schreib mir eine Mail. Gerne nehme ich dich noch weiter mit in das Thema. Alternativ kannst du dir auch das Buch von Cal Newport besorgen, der das Thema übersichtlich aufgeschrieben hat.


Cal Newport